Nomenklatur und Einteilung der Begriffe zur POLYMERISATION:
Bsp.: Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polystyrol (PS) usw..
A1) Additionspolymerisation als Kettenreaktion.
Verfahren zur Verknüpfung einer Vielzahl (gleicher) monomerer Moleküle
mittels Aufspalten von Doppelbindungen, ohne Abspaltung von niedermolekularen
Produkten und ohne Wasserstoffwanderung. Bedingung: Die Monomere müssen
entweder aus ungesättigten Stoffen mit C=C-Doppelbindungen oder aus Heterocyclen
bestehen. Dazu gibt es folgende Untergruppen:
A1a) Radikalische Polymerisation
A1b) Anionische Polymerisation
A1c) Kationische Polymerisation
A1d) Stereospezifische Polymerisation
A2) Additionspolymerisation als Stufenreaktion
(Polyaddition, veralteter Ausdruck).
Bsp.: Epoxidharz (EP), Polyurethan (PUR) usw..
Es werden mind. 2 unterschiedliche Monomere angewendet. Bei jedem Reaktionsschritt
wandert ein aktives H-Atom von einem zum anderen Reaktionspartner ohne Abspaltung
von Nebenprodukten.
Bsp.: Polyamid (PA), Polycarbonat (PC), Phenolformaldehyd (PF)=Duroplast usw..
Es werden (meist 2 verschiedene) Monomere unter Abspaltung eines niedermolekularen Stoffes miteinander verknüpft. Monomere mit 2 funktionellen Gruppen bilden kettenförmige, solche mit drei oder mehr funktionellen Gruppen räumlich vernetzte Kondensationspolymere = Duroplaste. Jede einzelne Verknüpfungsreaktion geschieht unabhängig von den anderen; genauso wie die Additionspolymerisation als Stufenreaktion ist die Kondensationspolymerisation eine Stufenreaktion.