
Eine Medienfachkraft plant, gestaltet, produziert und betreut Medieninhalte – digital oder gedruckt – und sorgt dabei für die kreative, technische und zielgruppenorientierte Umsetzung.
Die duale Ausbildung ist das Herzstück des österreichischen Fachkräftesystems. Es bedeutet, dass die Ausbildung an zwei Lernorten parallel stattfindet: im Betrieb (Praxis) und in der Berufsschule (Theorie). Das Ziel ist es, den Lehrling fachlich kompetent und praxisnah auf den Beruf vorzubereiten. Die Aufteilung der Zeit beträgt meist ca. 80 % im Betrieb und 20 % in der Schule.
Der Lehrbetrieb (Die Praxis)
Der Betrieb ist der Hauptausbildungsort. Hier schließt der Lehrling den Lehrvertrag ab und erlernt das Handwerk im echten Arbeitsalltag.
2. Die Berufsschule (Die Theorie)
Die Berufsschule ergänzt die betriebliche Ausbildung und vermittelt das theoretische Fundament. Der Unterricht findet entweder an ein bis zwei Tagen pro Woche statt.
Am Ende der Lehrzeit (meist 3 bis 4 Jahre) steht die Lehrabschlussprüfung (LAP).
Die neue Ausbildungsverordnung wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft (BMAW) erlassen und ist seit 1. Juli 2025 gültig. Sie modernisiert und vereinheitlicht den bisherigen Lehrberuf Medienfachfrau/Medienfachmann und passt den Beruf an die aktuellen Anforderungen der digitalen Medienwelt an um eine zeitgemäße und praxisorientierte Ausbildung zu sichern.
Alle Lehrlinge absolvieren zunächst eine gemeinsame Grundausbildung, in der sie grundlegende Medienkompetenzen erwerben:
Medienfachkräfte des Schwerpunktes Grafik und Print gestalten kreative Konzepte und Designs nach den Wünschen ihrer Kund*innen. Sie erstellen Layouts, wählen Farben, Schriften und Bilder aus und setzen alles mit Grafikprogrammen um. Außerdem kümmern sie sich um Drucktechniken, Materialien und die Qualitätskontrolle. Zu ihren Aufgaben zählen außerdem die Auswahl geeigneter Materialien und Druckverfahren sowie die Qualitätskontrolle der fertigen Produkte. Damit tragen sie Verantwortung für die gestalterisch wie technisch einwandfreie Umsetzung. Sie arbeiten meist in Agenturen, Verlagen oder Druckereien und stimmen sich mit Grafiker*innen, Fotograf*innen und Kund*innen ab.
Medienfachkräfte im Webdesign gestalten und entwickeln Websites. Sie planen Struktur und Design, programmieren Seiten mit CMS-Tools und achten auf technische Standards. Sie optimieren Websites für verschiedene Geräte und Browser und achten auf technische wie rechtliche Standards. Darüber hinaus recherchieren und bearbeiten sie Medieninhalte – etwa Fotos, Texte und Animationen – und integrieren diese in die Website. Auch Suchmaschinenoptimierung (SEO) sowie die Nutzung von Analyse- und Reportingtools gehören zu ihrem Aufgabenbereich, um die Performance der Seite zu überwachen.
Medienfachkräfte im Digitalmarketing planen Strategien für die Online-Kommunikation. Sie betreuen Websites, Social-Media-Kanäle und Newsletter. Wichtige Aufgaben sind die Erstellung von Inhalten, Suchmaschinenoptimierung (SEO/SEA) und das Auswerten von Kampagnen. Sie sorgen in enger Zusammenarbeit mit Designer*innen und Content-Expert*innen dafür, dass Botschaften gezielt die richtigen Zielgruppen erreichen. Beschäftigt sind sie in Agenturen, Medienbetrieben oder in den Marketing- und PR-Abteilungen von Unternehmen.
In diesem Schwerpunkt werden Videos und Audios produziert – von der Idee bis zum fertigen Produkt.
Medienfachkräfte filmen, nehmen Ton auf und bearbeiten das Material am Computer. Sie schneiden, korrigieren Farben, verbessern den Ton und fügen Musik, Titel oder Animationen hinzu. Nach der Fertigstellung präsentieren sie den Kund*innen das Endprodukt. Gearbeitet wird in Filmstudios, Aufnahmeräumen oder direkt vor Ort, teils im Freien, teils im Büro. Dabei stehen sie in enger Zusammenarbeit mit Kolleg*innen aus Grafik, Webdesign, Tontechnik, Animation und Marketing.
LEHRER/IN
LEHRPLAN
INSTITUTIONEN
LINKS
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LEHRZEIT
3 Jahre
MODULE/SCHWERPUNKTE
Webdevelopment und audiovisuelle Medien
Grafik, Print, Publishing und audiovisuelle Medien
Online-Marketing
Agenturdienstleistungen
UNTERRICHTSFORM
Jahresunterricht